16./17. Juni 2017

Hacken für einen guten Zweck

Damiano Esposito zählt zu den besten Nachwuchshackern der Schweiz. Was verboten klingt, dient in Wirklichkeit dazu, Sicherheitslücken in der IT aufzudecken und zu schliessen.

Bereits zwei Mal hat der ZHAW-Masterstudent mit der Schweizer Auswahl an der European Cyber Security Challenge teilgenommen. Zuletzt erreichte er dort im Herbst 2015 den dritten Platz. Im Team mussten sich die jungen Hacker nicht nur Zugang in fremde Systeme verschaffen, sondern gleichzeitig auch ein eigenes gegen Angriffe von aussen schützen. «Wir haben uns in Angreifer und Verteidiger aufgeteilt. Diese Rollen hatten wir in gemeinsamen Trainings bereits vor dem Wettbewerb einstudiert», erklärt Damiano Esposito. «Aber das Attackieren macht mir ehrlich gesagt etwas mehr Spass.» Obwohl es ihm gefällt, in die Rolle des Angreifers zu schlüpfen, würde er dennoch niemals die Seiten wechseln. «Es geht mir um die Herausforderung und um das Erfolgserlebnis. Dabei komme in der IT-Security voll auf meine Kosten. Das ist sozusagen Hacken für einen guten Zweck.» Genau dieses ethische Hacken bieten auch immer mehr Firmen als Dienstleistung an. Damiano Esposito sieht deshalb auch seine Zukunft in der IT-Security. Derzeit steckt er aber noch im vierten Semester seines Masterstudiums und ist damit an der diesjährigen European Cyber Security Challenge teilnahmeberechtigt. «Vermutlich lasse ich in diesem Jahr aber anderen den Vortritt, weil ich mich auf meinen Masterabschluss konzentrieren möchte.»

Erlebe live einen simulierten Hacker-Angriff an den Informatiktagen an der ZHAW School of Engineering in Winterthur!

Fotolegende: Damiano Esposito (hinten rechts) hat mit der Schweizer Auswahl an der European Cyber Security Challenge den dritten Platz erreicht.