Informatik gegen Food Waste – echt jetzt?

Bei Zeix erwartet Euch ein Schnelldurchgang durch die kreative und kommunikative Seite der Informatik – das User-Centered Design. Apps dienen heute oft als Bedienoberfläche für andere Geräte, z.B. für einen Roboter-Staubsauger, eine Personenwaage oder eben - einen Kühlschrank. 

Wir stellen vor: Prototyp Fridgy

Wir testen an den Informatiktagen den Prototyp für einen Community-Kühlschrank (aka «Fair-Teiler») mit Anbindung an eine App. Um Food Waste zu vermeiden, teilen User überschüssige Lebensmittel über einen öffentlich zugänglichen Kühlschrank. Das gibt es schon, z.B. in Zürich, Winterthur oder Bern - aber es fehlt eine Informatik-Anbindung. Woher sollen die Leute also wissen, was im Kühlschrank liegt, woher es kommt und wann es weg ist? Könnte so ein geteilter, intelligenter Kühlschrank überhaupt helfen, das Verhalten der Menschen zu verändern, den Food Waste der Haushalte zu reduzieren? 

Wir zeigen an diesem Beispiel, wie eine nützliche und benutzerfreundliche App entsteht – oder manche Ideen verworfen werden, bevor es zu einer teuren Programmierung für ein Produkt kommt, das keiner braucht.

Die kommunikative Seite der Informatik erleben

Am Anfang von User-Centered Design steht das Kennenlernen der User-Bedürfnisse. Damit sind einerseits die tatsächlichen Anwender der App gemeint, aber auch Partner, die zum Erfolg der App beitragen, z.B. Ladenbetreiber, Handwerker oder eine Mietergemeinschaft. Je besser man weiss, wie die Leute sich verhalten und womit man ihren Alltag vereinfachen könnte, umso besser für den Erfolg der App.

Auf dem Erlebnispfad habt ihr Gelegenheit, etwas über euer eigenes Einkaufsverhalten zu erfahren und euer Wissen über Lebensmittel-Haltbarkeit zu überprüfen. Probiert aus, wo Informatik bereits Hilfestellung gegen Food Waste bietet oder bieten könnte.  Wir zeigen, wie aus einer Idee ein Prototyp geboren wird und wie er mit den Benutzern im Usability-Labor getestet wird. Wird unser Studentenprojekt «Fridgy» beim Publikum bestehen können? Was muss man an der App und am Kühlschrank verändern, bevor die Programmierung startet?

Eure Mitarbeit hilft, damit wir nach den Informatiktagen mit den Erfindern von Fridgy (2 Studenten aus unseren Vorlesungen) entscheiden können, ob und wie sie Fridgy weiterentwickeln sollen.

Warum braucht es User-Centered-Design?

Früher wurden Websites und Apps direkt von technisch versierten Entwicklern oder Ingenieuren programmiert, gestaltet und getextet. Bei der Bedienoberfläche geht es jedoch um die Kommunikation mit dem Menschen, das Vorhersehen seines Denkens und Handelns, den Spass am Klicken. User-Centered Design verschafft Wissen über das Online-Verhalten der Benutzer, ihre Bedürfnisse und Erwartungen, ihr Können und Verstehen. Dies spart massgeblich Entwicklungskosten und führt zu Produkten, die auf dem Markt besser akzeptiert werden.

Wir freuen uns auf Euren Besuch und Eure Ideen.

Übrigens suchen wir laufend Testpersonen, die uns in Usability-Tests im Labor unterstützen.