Widerstand zwecklos! Vier Gründe, warum sich Frauen mit Informatik befassen müssen.

Vier Gründe und die passenden Veranstaltungshinweise für die #ITTage17.

1. Es gibt keinen anderen Weg
Sie finden die Digitalisierung bedrohlich? Damit sind Sie nicht allein. Schon in den 1980er-Jahren hat die WoZ eine Anleitung veröffentlicht, wie man mithilfe von Kaffeerahm Computertastaturen zerstören kann. Genützt hat es allerdings nicht viel, und die Entwicklung wurde damit auch nicht aufgehalten. Die Informatik durchwirkt längst all unsere Lebensbereiche – und kaum ein Beruf kommt ohne sie aus

2. Informatik ist Psychologie
Gerade weil die Informatik unser Leben durchdringt, hat sie immens viel mit uns Menschen und unseren Verhaltensweisen zu tun. Die Informatik hat mit Internet, E-Mail und Smartphones unsere Art zu kommunizieren verändert. Sie lässt Politiker auf neue Weise zu uns sprechen und sie bewirkt, dass wir neu lernen müssen, unser Berufs- und Privatleben zu definieren und/oder auseinander zu halten. All das sind Themen, die traditionellerweise Frauen stark interessieren. Informatik beinhaltet auch Organisationsentwicklung: Wenn in einem Unternehmen eine neue Software eingeführt wird, müssen gleichzeitig oft ganz neue Arbeitsprozesse festgelegt werden, Mitarbeitende erhalten neue Aufgaben, das weckt Ängste, setzt im Idealfall aber auch Energien frei für neues und besseres Arbeiten.
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/forever-standby/
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/mensch-computer-interaktion/

3. Informatik lässt uns neue Jobs erfinden
Punkt 2 lässt erahnen, dass in diesem dynamischen Umfeld unzählige neue Jobprofile entstehen. Solche, die wir heute noch gar nicht kennen, oder die erst in der kleinen Gruppe der Informatiker bekannt sind. Wer ausserhalb der Informatik weiss zum Beispiel, was ein Agile Coach ist? Eben.
Aber auch im Bereich Design oder User Interaction und überhaupt an der Schnittstelle zur Informatik wird der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften massiv zunehmen! Gesucht sind clevere Leute, die es schaffen, komplexe Technologie in einfach verständliche Nutzeroberflächen zu übersetzen. Das iPhone von Apple hat hier den ersten Standard gesetzt.
Übrigens: bei den beliebtesten Arbeitgebern der Schweiz sind IT-Unternehmen immer gut vertreten. Vielleicht darum, weil man dort in solch spannenden neuen Jobs und mit zukunftsweisenden Arbeitsmodellen arbeiten kann?
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/lohntransparenz-und-zufriedene-mitarbeiter/
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/arbeiten-ohne-chef-80-tage-holakratie-bei-unic/
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/agile-transformation-im-unternehmen/

4. Man (frau) muss nicht programmieren, aber gut verstehen
Für einen erfüllenden Beruf in der IT-Branche muss man Informatik nicht studieren. Aber um die kreativen Schnittstellen zur IT zu nutzen und selber neue Berufsfelder zu besetzen, muss man die Informatik mindestens sehr gut kennen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: das macht Freude, ist äusserst faszinierend, braucht aber auch Zeit. Und am Anfang muss man möglicherweise etwas durchbeissen, bis man sich im Dschungel von Fachbegriffen zurechtfindet. Aber durchbeissen, wenn man ein Ziel vor Augen hat: das können wir Frauen ja gut! Also los, lasst uns die Informatik erobern!
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/digitalisierung-konkret-und-virtual-reality/
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/digital-technik-karriere-frau/
https://informatiktage.ch/veranstaltungen/it-studium-zhaw-school-of-engineering/

Annette Kielholz, Psychologin lic. phil
Leitung Marketing & Kommunikation bei Ergon Informatik AG
Projektteam Informatiktage